Impressionen

Im Retreat werden tagsüber von den Praktizierenden Fragen und kurze Erfahrungsberichte auf Zettel geschrieben und in eine Box gelegt. Abends werden diese von Sylvia Kolk beantwortet und besprochen.

Eine kleine Liebeserklärung

Heute morgen beim Sitzen habe ich die Stille im Raum bewusst wahrgenommen...
Eine Stille wie Nektar so süss und nährend.
Ich möchte mich bei Euch bedanken für Deine (Eure) Praxis.
Für dieses Gefühl an warmer Verbundenheit.
DANKE!
Dass man Gruppen lieben Kann...Ich staune :-)

 

Nichts Besonderes

Den Augenblick erlauben
Tun, was ansteht
Einfach weiter machen
Nicht mehr, nicht weniger

 

Umgang mit Schmerz

Heute konnte ich einen Schmerz in der Meditation wirklich annehmen (nicht, um ihn eigentklich wegzubekommen) und mich ihm hingeben. Habe mich verbunden mit den anderen hier, die auch gerade Schmerzen haben - das war erleichternd. Der alte Geist sagte dann: Das ist ja Masochismus... aber dem Gedanken bin ich nicht gefolgt.

Kurzbericht einer Atembetrachtung

Ich stelle fest, dass der Atem unterschiedliche Qualitäten hat:
neben lang - kurz und stockend - fließend, weich - fest.

Als ich heute bei der Meditation noch saß, die anderen von der Gehmeditation kamen, fühlte sich das an, als ob ich in einem ruhigen See schwimme, ich atme lang ein und aus und plötzlich kommt eine Herde Flußpferde zu mir ins Wasser. Es wird laut, ich denke: "Geräusch, Geräusch."
Das Wasser meines Sees schlägt Wellen, mein Atem geht kurz, kurz. Ich warte auf das Abebben der Wellen. Als die Stille wieder einkehrt ist sie köstlich. Mein Atem lang, lang und ich fühle mich verbunden mit all den Nilpferden, die sich in wunderschöne, stille Seerosen verwandelt haben.

Zum Perfektionismus, eine schön Geschichte von Ezva Bayda

Ein wunderschöner Prinz konnte pro Jahr nur noch ein Wort sagen. Wenn er in einem Jahr nichts gesagt hatte, durfte er im zweiten Jahr zwei Worte sagen und so fort....
Da traf er eine Prinzessin, in die er sich verliebte, was er ihr gegenüber ausdrücken wollte. Er wollte sie mit "geliebte" ansprechen, aber das war ihm dann zu wenig. Dann dachte er an: "Ich liebe dich." Dafür mußte er drei Jahre warten. Auch das schien ihm zu wenig. Letzlich entschied er sich für:"Geliebte Prinzessin. Ich liebe Dich.Willst Du meine Frau werden?" Dafür wartete er 10 Jahre. Als er dann zur Prinzessin ging, die noch nicht verheiratet war, und ihr dies sagte, schaute sie ihn fragend an und sagte:" Was hast Du gesagt? Ich habe gerade nicht so genau zugehört."

 

Dr. Sylvia Kolk
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